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Stillen 12.01.2012

Baby wird mit Fläschchen gestillt

­Beim ersten Mal kommt es Ihnen vermutlich noch sehr merkwürdig vor, aber Sie werden merken, dass das Abpumpen der Muttermilch viele Vorteile für Sie haben kann. Überlegen Sie, welche Pumpe für Sie die richtige ist.

Wie bereits unter Schwierig­kei­ten beim Stillen erwähnt, ist es bei bestimmten Problemen notwendig, die Milch abzupumpen. Je nach Situation eignet sich das eine oder das andere Pumpenmodell.

Wenn Sie nach der Geburt oder in den späteren Wochen und Monaten über längere Zeit von Ihrem Kind getrennt sind, eignet sich eine größere, elektrische Pumpe. Diese kann in Apotheken gemietet werden. Um die Milch gelegentlich, zum Beispiel für einen Abend, abzupumpen oder um eine übervolle Brust zu entlasten, reicht eine Handpumpe. Bei häufigerem Ge­­brauch empfiehlt sich eine kleine elektrische Pumpe.

Wenn das Saugen des Kindes in den ersten Tagen nicht wirkungsvoll ist oder Sie sogar von ihm getrennt sind, ist das Pumpen ein gutes Mittel zum Anregen des Milchflusses. In diesem Fall ist es wichtig, in den ersten zwei Stunden nach der Geburt mit dem Abpumpen zu beginnen.

Danach ist es sinnvoll, im Trinkrhythmus Ihres Babys zu pumpen. Das heißt am Tag ca. alle drei bis vier Stunden. Wenn Ihr Kind in der Nacht eine längere Schlafphase hat, dann nutzen Sie diese ebenfalls zur Erholung. Die Pumpdauer bewegt sich zwischen zehn bis fünfzehn Minuten insgesamt mit dem Doppelpumpsystem (beide Brüste werden gleichzeitig abgepumpt) und zehn bis fünfzehn Minuten pro Brust, also insgesamt zwanzig bis dreißig Minuten.

Beim einzelnen Abpumpen können Sie die Seite wechseln, sobald die Milch nicht mehr gut fließt. Dadurch wird die Milchproduktion besser angeregt. Gehen Sie später wieder zur anderen Brust zurück. Die gesamte Pumpzeit verändert sich nicht: zehn bis fünfzehn Minuten pro Seite.

Nicht bei allen Müttern funktioniert das Abpumpen problemlos. Nehmen Sie sich Zeit, wenn es nicht sofort klappt. Sie brauchen Entspannung und Ruhe, denn Psychologie spielt hier eine wichtige Rolle. Mitunter fließt die Milch erst dann, wenn die Mutter ihr Baby oder ein Foto von ihm sieht.

Umgang mit abgepumpter Milch

  • Die Milch muss in einem sauberen, verschlossenen Gefäß im Kühlschrank bei 4 °C aufbewahrt werden.
  • Dort ist sie ca. drei Tage haltbar, im Tiefkühlfach ca. sechs Monate lang.
  • Vor dem Füttern wird die Milch unter fließendem Wasser oder im Wasserbad auf Trinktemperatur (37 °C) erwärmt. Geeignet sind auch Babykostwärmer. Milch nicht in der Mikrowelle erwärmen.
  • Einmal erwärmte Milch und Flaschenreste nicht wieder verwenden.

Tags: Stillschwierigkeiten, Stillzeiten, Trinkrhythmus, Abpumpen, Hilfsmittel, Stillen

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