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Krankheiten 11.02.2011

Schlafender Säugling mit Mütze

­Wenn die Stirn heiß ist: Kinder haben oft Fieber, das bedeutet aber nicht gleich, dass eine schwere Erkrankung vorliegt. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind genau beobachten.

Fieber bedeutet nicht automatisch, dass eine schwere Erkrankung vor­liegt, auch dann nicht, wenn es hoch ist.

Kleine Kinder neigen rasch zu hohem Fieber, da die Wärmeregulation noch nicht voll ausgebildet ist. Es wird meist durch Viren, seltener durch Bakterien oder andere Erreger ausgelöst. Fieber ist eine Abwehr- und Heilreaktion. Fieber bedeutet eine Körpertemperatur (im After gemessen) über 38° C. Achten Sie auf den Allgemeinzustand Ihres Kindes. Solange es trotz Fieber noch lacht, plaudert, spielt und gut trinkt, ist eine ernsthaf­te Krankheit praktisch ausgeschlossen.

Benachrichtigen Sie jedoch un­ver­züglich den Arzt, wenn Ihr Kind

  • jünger als drei Monate ist;
  • blass und teilnahmslos wirkt oder ungewohnt schrill schreit;
  • einen Fieberkrampf hat (steif wird, mit Armen und Beinen zuckt, die Augen verdreht, kurze Zeit bewusstlos ist);
  • starken Husten hat, rasch oder keuchend atmet;
  • Kopfschmerzen hat und erbricht;
  • Hautflecken hat;
  • länger als drei Tage Fieber hat, unter Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen leidet.

Maßnahmen

  • Leichte Kleider anziehen, nicht zudecken.
  • Vermehrt Flüssigkeit anbieten (Tee, Wasser).
  • Kühle Wadenwickel (nur bei warmen Extremitäten).
  • Fiebersenkende Medikamente (Zäpfchen, Tropfen) nach ärztlicher Verordnung.
  • Kranke Kinder brauchen viel Zuwendung. Bei Unruhe und Schlaflosigkeit wirken Herumtragen, Singen, Ge­schichtenerzählen oder vielleicht ein Bad oder ein kurzer Spaziergang oft beruhigend.

Quellenangaben: Pro Juventute: “Das erste Lebensjahr”, Kinderspital Zürich/Dr. Isabelle Germann-Nicod: “Lisa, Daniel und …”.

Tags: Medikamente, Fieber, Erbrechen, Husten, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit, Krankheiten

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