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16.08.2010

Schwangere Frau umfasst liebevoll ihren Bauch

­Ihre Liebe trägt Früchte: Sie werden Eltern! Sie erwarten ein Kind! Die Gefühle, die diese Nachricht auslöst, sind vermutlich überwältigender als alles, was Sie bisher kannten.

Vielleicht haben Sie sich schon lange ein Baby gewünscht und genießen die Frühschwangerschaft als reine Wonne, eventuell sind Sie aber auch voller Adrenalin, weil Sie die Nachricht so sehr überrascht hat. Sie kaufen nach dem ersten Schwangerschaftstest einen weiteren – zur Sicherheit. Sie möchten sofort den voraussichtlichen Entbindungstermin berechnen. Und Ihre Ernährung ändert sich schon jetzt: Vielleicht essen Sie zwei Schokocroissants am Tag, obwohl Sie Bäckereien sonst meiden.

Womöglich neigen Sie in dieser Phase tatsächlich zu Handlungen, die Sie von sich selbst gar nicht kennen. Der Gedanke an das, was da kommen mag, wird für die meisten werdenden Eltern zum ständigen Begleiter - mit positiven und negativen Empfindungen.

Zu den positiven gehören sicherlich die Gedanken an Ihr Baby, an seine Erstausstattung und die Zeiten des schwangeren Wohlbefindens, zu den negativen die Sorgen, ob Sie die Schwangerschaft mit dem Job vereinbaren können, ob Sie finanziell abgesichert sind. Besonders werdende Väter machen sich diese Gedanken zu Beginn während die Mütter vielleicht eher an Komplikationen denken. Zum Glück überwiegt bei den meisten aber die Freude.

Wir werden Eltern! Plötzlich schauen Sie entzückt fremden Kinderwagen hinterher, bleiben am Wühltisch mit den Babybodys stehen, Sie haben das Bedürfnis, den Bauch zu streicheln, auch wenn von außen noch gar nicht sichtbar ist, welches Wunder sich derzeit darin abspielt. Ihre Partnerschaft bekommt neue Dimensionen und vielleicht überlegen Sie schon jetzt, welcher Name der schönste für Ihr Kind sein könnte.

Neugier! Die Fragen werden konkreter, die Neugier immer größer. Wird es ein Mädchen oder ein Junge? Wer ist ein kompetenter Ansprechpartner? Werde ich beim ersten Vorsorgetermin in Tränen ausbrechen vor Rührung, wenn mir der Arzt den Mutterpass? Und wie verändert sich mein Körper?

Die Nachricht verkünden! Manche werdende Eltern möchten ihr Glück hinausbrüllen und fahren von einem Freund zum anderen, um die Botschaft zu verkünden. Viele hingegen warten erst eine Zeit lang, bis sie ihre Umwelt informieren, um erst einmal selbst die Nachricht zu verarbeiten. Nur: Diese Heimlichtuerei ist gar nicht so leicht. Wie erkläre ich dieses unglaubliche Strahlen in meinen Augen? Wie begründe ich den Kollegen bei der Jubiläumsfeier, dass ich ihnen heute nur mit Orangensaft zuproste? Und wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, es den Eltern oder den Geschwisterkindern mitzuteilen?

Geballte Emotionen! Neben lauter organisatorischen Fragen, die einem in der aufregenden Anfangszeit durch den Kopf gehen mögen, tauchen sicher auch immer wieder eigentümliche Bilder auf: Vielleicht sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge die Geburtsanzeige Ihres eigenen Kindes. Sie sehen sich mit Augenrändern nach einer durchwachten Nacht im Bett liegen. Wie Filmsequenzen schießen vielen Eltern solche Gedanken durch den Kopf – das sollte Sie aber keineswegs beunruhigen. Die Anfangszeit einer Schwangerschaft bedeutet für die meisten ein turbulentes Gefühlschaos, was auf Seiten der Frau nicht zuletzt auch mit der Hormonumstellung zu tun hat, die der Körper erst verarbeiten muss. Doch mit der Zeit wird sich alles finden. Spätestens, wenn Sie beginnen, an morgendlicher Übelkeit oder anderen Zipperlein zu leiden, oder wenn Sie bei der Urlaubsplanung schon automatisch den Geburtstermin mit einrechnen, wird Ihr Alltag wieder den gewohnten Lauf nehmen und Sie können sich wieder auf das Hier und Jetzt konzentrieren – allerdings ein ziemlich intensives Hier und Jetzt!

Sie sind einmalig! Sie werden viele Tipps von Bekannten bekommen zu Schwangerschaftssport genauso wie zu Risikoschwangerschaften, zur Geburt oder zum Stillen. Sie werden Dinge über Pränataldiagnostik oder Homöopathie nachlesen und sich über die letzten Tage vor der Geburt informieren und dennoch steht eines dabei fest: Ihre Schwangerschaft ist anders als jede andere! Führen Sie sich das vor Augen und entscheiden Sie für sich selbst, was Ihnen guttut. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

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