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Familienzuwachs | Väter 27.02.2012

Baby und Vater

­Für Väter ist die neue Situation mit Kind zu Hause oft nicht leicht. Die Partnerschaft, die Wohnung, irgendwie das ganze Leben – alles hat sich seit der Geburt verändert. Wie soll man(n) damit umgehen?

Sie kommen erschöpft von der Arbeit und Ihre Frau legt Ihnen ohne ein Wort der Begrüßung das schreiende Baby in den Arm? Der Feierabend ist dahin, Sie haben nicht einmal Zeit, sich die Hände zu waschen, Sie werden sofort gefordert. Wenn Sie jetzt eine Grundsatzdiskussion beginnen, können Sie nicht gewinnen.

Akzeptieren Sie die Situation so, wie sie ist, und suchen Sie sich eine ruhige Minute, mit Ihrer Frau darüber zu sprechen. Seien Sie verständnisvoll, sie hatte auch einen harten Tag. Aber vielleicht können Sie klare Regeln in Ihrer Partnerschaft abmachen. Zum Beispiel: Wenn Sie nach Hause kommen, haben Sie zehn Minuten Pause. Anschließend darf Ihre Frau ihre Lieblingssendung sehen, während Sie sich um den Nachwuchs kümmern. Vereinbaren Sie in Ihren Gesprächen feste Termine: Montags dürfen Sie abends Tennis spielen gehen, dafür kann Ihre Frau jeden Donnerstagabend ihre beste Freundin treffen.

Vater sein bedeutet eben auch, Kompromisse zu finden, dafür werden Sie aber natürlich auch gebührend belohnt: Zum Beispiel mit einem Lächeln am Morgen oder einem feuchten Schmatzer zur guten Nacht. Aber auch das bringt Sie womöglich zum Grübeln: Wenn dieses Kind mich so bedingungslos liebt, wie kann ich ihm bloß ein idealer Vater sein? Wie können Sie es trotz der Arbeit und der intensiven Mutter-Kind-Beziehung schaffen, im Alltag Ihres Babys präsent zu sein? Und bin ich etwa kein guter Vater mehr, wenn ich mir ab und zu auch mal Auszeiten vom Vatersein gönne?

Auf keine dieser Fragen gibt es die eine passende und richtige Antwort. Jeder Mensch reagiert anders auf neue Situationen, so muss auch jeder Vater seinen eigenen Weg finden, der ihn dann letzten Endes zu dem macht, der er so gern sein will: ein guter Vater.

Für Väter ist es oft besonders schwierig, in die neue Situation hineinzuwachsen, schließlich waren sie nicht neun Monate lang schwanger. Viele haben Angst, der neuen Aufgabe nicht gewachsen zu sein, die Frauen sind völlig mit dem Kind beschäftigt - da brauchen Sie vor allem Geduld mit sich selbst. Nehmen Sie sich die Zeit!

Tags: Ängste, Väter, Partnerschaft, Gespräche, Nachwuchs, Kompromisse, Idealer Vater, Präsent sein, Auszeiten, Vatersein, Emotionalbox, Familienzuwachs, Väter

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