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Nach der Geburt 15.03.2012

Lachende Mutter

­Aller Anfang ist schwer? Das muss nicht sein, wenn Sie gut auf Ihre eigenen Bedürfnisse achten. Gerade in der ersten Zeit mit dem Baby haben Frauen feine Fühler, was sie brauchen. Bei den einen mag das viel Aktion und Besuch sein, bei den anderen überwiegt womöglich der Wunsch nach Ruhe.

Die Familienkonstellation hat sich verändert, alles ist neu und ungewohnt. Wie Sie als Paar die ersten Tage zu Hause mit Ihrem Neugeborenen gestalten möchten, liegt ganz in Ihrem persönlichen Ermessen. Es ist klar, dass dies nach den verschiedenen, individuellen und auch kulturellen Prägungen und Bedürfnissen stark variieren kann.

Vielleicht haben Sie das Bedürfnis, allein mit Ihrer Familie, ruhig und nur mit wenig Besuch diese erste Zeit zu Hause miteinander zu verbringen und Ihre Gefühle zu sortieren? Oder wünschen Sie sich, dass jemand, vielleicht Ihre Mutter oder eine Freundin, als “guter Geist” im Haus ist und Sie als junge Familie umsorgt?

Das Thema Besuch stellt seine eigenen Anforderungen. Natürlich sind Ihre Freunde und Verwandten neugierig und können es nicht abwarten, Sie mit Ihrem Baby zu sehen. Und vielleicht möchten Sie selbst Ihr Kind auch gern so bald wie möglich allen vorstellen?

Oder haben Sie eigentlich nur das Bedürfnis nach Ruhe, wagen es jedoch nicht, den ständigen Besucheranfragen etwas entgegenzusetzen? Besprechen Sie das Thema untereinander und machen Sie eine für Sie stimmige Besucheranzahl oder -zeit ab. Zum Beispiel könnten Sie pro Tag gegen halb vier am Nachmittag jeweils einige Freunde oder Verwandte empfangen. Aufgabe des Mannes kann es dann sein, diese Besuche zu organisieren und mit den Freunden und Verwandten zu planen.

Grundsätzlich brauchen Körper und Psyche der Wöchnerin ihre Zeit, um sich zu erholen, auch wenn die Geburt ohne Komplikationen verlief. Einige Frauen reagieren in dieser Zeit des Wochenbettes empfindlich auf Unruhe und Hektik. Das kann sich bei der einen Frau mit einer erhöhten Bereitschaft für einen Milchstau, bei einer anderen mit ersten Anzeichen einer Wochenbettdepression zeigen.

Es ist also gerade für Mutter und Kind sehr wichtig, immer wieder auch Oasen der Ruhe zu haben, ohne Hektik und soziale Anforderungen, wie sie unweigerlich anfallen, wenn den ganzen Tag über Besucher ein- und ausgehen. Auch wenn Sie sich stark und fit fühlen, ist es also sinnvoll, sich nicht zu viel vorzunehmen und für genügend Gelegenheiten zur Entspannung zu sorgen.

In der ersten Zeit nach der Geburt haben Sie für alle emotionalen und körperlichen Belange zudem Hilfe durch Ihre Hebamme. Sie kommt ins Haus und hilft Ihnen auch bei Fragen zum Stillen, zur Babypflege etc. Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, zahlt die Krankenkasse diese Hausbesuche für Wochenbett und Stillberatung.

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Ansprechpartner nach der Geburt

In den Tagen nach der Geburt wird sich Ihre Nachsorgehebamme um Sie und Ihr Kind kümmern. Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, werden die Kosten für die Hebammennachsorge so lange übernommen, wie Sie Ihr Kind stillen, also auch über die Zeit des Wochenbettes hinaus.

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