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Krankheiten 15.02.2011

Kleiner Bub bei Untersuchung

­Wenn die Rede von Meningitis ist, reagieren die meisten Menschen mit ängstlichem Blick, die Krankheit hat einen äußerst schlechten Ruf. Und das nicht zu Unrecht. Denn eine Hirnhautentzündung kann fatale Folgen haben.

Bakterien und Viren sind die häufigsten Erreger einer Hirnhautentzündung. Vor allem bakterielle Entzündungen sind ge­fährlich.

Seit es die Impfung gegen Haemophilus influenzae gibt, ist eine gefährliche Form dieser Krankheit deutlich zurückgegangen. Meningokokken oder Pneumokokken sind weitere Erreger einer bakteriellen Hirnhautentzündung.

Wichtig ist die frühe Diagnose und Behandlung. Die häufigsten Krankheitszeichen sind Na­ckensteifigkeit, Kopfweh und Erbrechen als Zeichen des Hirndrucks, hohes Fieber und Lichtscheu. Beim Säugling ist die Fontanelle vorgewölbt und pulsierend. Bei der Meningokokkeninfektion können zudem kleine Blutungen der Haut vorhanden sein.

Bei Meningitis oder Meningitisverdacht ist eine sofortige Klinikeinweisung und Behandlung mit Antibiotika entscheidend. Geschwisterkinder sollten prophy­laktisch mit behandelt werden. Gegen den Typ C der Meningokokken steht heute eine Impfung zur Verfügung.

Virusmeningitiden verlaufen nicht so dramatisch, zeigen aber auch die Symptome des Hirndrucks. Von besonderer Bedeutung ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Zecken übertragen wird und gegen die es eine Impfung gibt. Wichtig ist, dass Sie sich als Eltern erkundigen, ob in Ihrer Wohngegend oder am Ferienort eine Gefährdung besteht, damit Sie Ihr Kind rechtzeitig schützen können.

Tags: Geschwister, Fieber, Blutungen, Impfungen, Erbrechen, Fontanelle, Hirnhautentzündung, Meningitis, Antibiotika, Pneumokokken, Geschwisterkinder, Meningokokken, Krankheiten

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