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Unterstützung 12.01.2012

Ärztin

­In den Tagen nach der Geburt wird sich Ihre Nachsorgehebamme um Sie und Ihr Kind kümmern. Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, werden die Kosten für die Hebammennachsorge so lange übernommen, wie Sie Ihr Kind stillen, also auch über die Zeit des Wochenbettes hinaus.

Die Hebammengebührenordnung regelt diese Leistungsübernahme. Diese beinhaltet übrigens auch die Kosten für den Rückbildungskurs – für maximal zehn Kursstunden zahlt also die Krankenkasse. Privatpatienten sollten sich bezüglich dieser Leistung bei ihrer Krankenkasse erkundigen und sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen lassen.

Die Hebamme schaut während der Nachsorge nicht nur, ob Ihr Kind gut an Gewicht zulegt, ob es gesund ist und wie der Nabel aussieht, sie hilft Ihnen auch bei vielen anderen Fragen, die sich Ihnen nun stellen. Bei Bedarf berät Ihre Hebamme Sie beim Stillen. Sie schaut sich nach einem Kaiserschnitt die Narbe an, versorgt die Dammnaht, kontrolliert Ihren Wochenfluss und kann Ihnen sicher auch die perfekte Wickeltechnik für das Tragetuch zeigen.

Neben den praktischen Ratschlägen kann sie aber vor allem auch zuhören und Tipps für die Seele geben. Sie können mit ihr über Ängste und Sorgen sprechen und über Ihre allgemeine Gefühlslage. Auch bei der Verarbeitung des Geburtserlebnisses kann sie Ihnen helfen. Eine Hebamme ist erfahren, sie wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Das Wochenbett ist eine wichtige Phase, in der Sie die Hilfe Ihrer Hebamme in Anspruch nehmen dürfen und sollten. So viel Neues geschieht in Ihrem Leben, da ist es schön, eine kompetente Ansprechpartnerin zu haben.

Neben der Hebamme gibt es aber natürlich noch weitere Ansprechpartner in der Zeit nach der Geburt. Je nach Fragestellung hilft der Gynäkologe oder auch eine Stillberaterin.

Einige frischgebackene Mütter haben das große Bedürfnis, mit der eigenen Mutter über die Erfahrungen zu sprechen, die sie von nun an mit ihr teilen. Andere wiederum suchen sich lieber gleichaltrige Mütter, um sich über das Erlebte auszutauschen. Vor allem aber der Partner spielt für die meisten eine wichtige Rolle, um sich immer wieder an das große Erlebnis zu erinnern und über das neue Leben mit dem Kind zu sprechen.

Aber vielleicht haben Sie bei all diesen Gesprächen das Gefühl, dass die anderen Sie gar nicht verstehen, dass mit der Geburt etwas Schweres, Belastendes über Sie gekommen ist, dem Sie nicht entfliehen können. Bedrücken Sie solche Gefühle über längere Zeit, liegt vielleicht eine postnatale Depression vor. Sie sollten sich unbedingt an einen Experten wenden.

Tags: Hebamme, Dammnaht, Kaiserschnitt, Wochenfluss, Stillen, Rückbildungskurs, Tragetuch, Wochenbett, Krankenkasse, Depression, Unterstützung

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