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Babys Schlaf 20.01.2012

Gähnendes Baby

­Schlaf bedeutet Erholung, Gesundheit, Lebensqualität. Für Eltern von kleinen Kindern bedeutet er noch viel mehr. Fast alles dreht sich in den ersten Lebensmonaten eines Babys um seinen Schlaf: Schläft es zu viel oder zu wenig, schläft es durch oder nicht? Es gibt viele Antworten auf diese Fragen.

Die meisten jungen Eltern gehen sicher erstmal davon aus, dass Babys in ihren ersten Lebensmonaten sehr viel schlafen. Und das stimmt ja auch. Im Prinzip.

Allerdings gibt es viele Babys – und auch ältere Kinder –, die nachts einfach nicht zur Ruhe kommen. Sie schreien, statt zu schlafen. Wollen sie gefüttert werden? Gewickelt? Herumgetragen? Oder alles auf einmal? Was auch immer sie wollen: Sie bringen ihre gestressten, erschöpften, übernächtigten Eltern schier zur Verzweiflung.

Gibt es denn wirklich kein Geheimrezept für Babys Schlaf? Diese Frage ist wohl nicht mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Aber zumindest gibt es verschiedene Wege, die inzwischen vielfach erfolgreich erprobt sind.

Darunter ist sicherlich auch eine Möglichkeit, die sich individuell auf Ihre Situation anpassen lässt. Ganz wichtig: Lernen Sie Ihr Kind erst einmal richtig kennen. Am Anfang ist es schwierig, seine Signale zu verstehen und sie richtig zu interpretieren, und so entstehen oft Missverständnisse.

Viele Eltern handeln besonders beim ersten Kind aus Unwissenheit. Wenn eine Einschlafmethode nicht funktioniert, probieren sie direkt die nächste aus. Doch das macht es nur noch schwieriger! Ihr Baby braucht Konstanz, um sich wohl, sicher und geborgen zu fühlen. Hier gilt uneingeschränkt: Weniger ist mehr!

Es gibt Kinder, die nach zehn Minuten einschlafen, andere brauchen sehr viel länger. Während einige Kinder schon früh durchschlafen, brauchen andere Jahre dafür. Meist ist es bei Einschlafproblemen jedoch entweder fehlende Müdigkeit oder Aufgekratztsein durch Übermüdung, die Ihr Kind wach bleiben lassen.

War vielleicht der Mittagsschlaf zu lang? Wecken Sie Ihr Kind ruhig, wenn das häufiger vorkommt. Oder es ist kurz vor dem Schlafengehen noch etwas Unvorhergesehenes passiert, haben Sie vielleicht Gäste empfangen und es gab ein Geschenk fürs Kind, mit dem es jetzt spielen möchte? Solange das die Ausnahme bleibt, ist es sicher kein Problem. Die Regel sollte aber sein, dass Ihr Kind ein immer wiederkehrendes Ritual zum Einschlafen hat.

Einige Kinder brauchen einfach länger, um abzuschalten. Es gibt sogar Kinder, die das leise Weinen zum Einschlafen brauchen, um zur Ruhe zu finden, weil sie auf diese Weise die Anspannung des Tages rauslassen. Dieses Weinen über ein paar Minuten ist allerdings nicht damit zu verwechseln, ein Kind schreien zu lassen, bis es einschläft.

Es gibt kein Patentrezept für guten Schlaf. Jedes Kind ist anders. Jedes hat seinen eigenen Rhythmus. Sobald Sie diesen kennen, wird sich einiges bessern.

Quelle: Das gesamte Kapitel zum Thema Schlafen basiert auf Auszügen aus dem Buch: Das neue Ein- und Durchschlafbuch von Petra Weidemann-Böker (ObersteBrink).

Tags: Spielen, Schreien, Schlafen, Müdigkeit, Mittagsschlaf, Weinen, Babys Schlaf

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