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Familienalltag 09.04.2010

Baby im Autositz

­Das Leben Ihres Kindes soll nicht ausschließlich aus dem Wort “Nein” bestehen. Sie können es trotzdem vor Unfällen schützen, indem Sie ihm langfristig Eigenverantwortung antrainieren. Mit Geduld und Ausdauer.

Ein Kind ist schon recht früh fähig, zu lernen, wo gewisse Gefahren lauern und wie es sich davor schützen kann. Dabei benötigt es aber Ihre Erfahrung und Hilfe.

Versuchen Sie, Ihrem Kind immer einen Schritt voraus zu sein und sich gleichzeitig in seine Lage zu versetzen: Wozu ist es fähig? Was könnte als nächstes interessant sein, was wird es darum tun? Um Schwierigkeiten vorzubeugen, kann man die gefährlichsten Dinge und solche, die einen besonderen Wert haben, wegräumen. Das Kind kann sich nur einzelne Sachen merken. Wenn Sie den ganzen Tag Nein sagen müssen, wird es bald gar nicht mehr darauf hören.

Solange Ihr Kind ganz klein ist, wird ihm ein einfaches und konsequent eingehaltenes Nein klarer machen als jede Erläuterung, dass es bestimmte Dinge nicht darf. Doch wenn es größer wird, soll es auch verstehen, warum es sich nicht an der Stehlampe hochziehen, in die Flamme der Kerze fassen oder einfach auf die Straße laufen darf.

Erklären Sie ihm auf einfache, verständliche Art, weshalb etwas eine Gefahr darstellen könnte und wie es sich davor schützen kann. Es ist klar, dass es als Baby auf Ihren Schutz und Ihre Leitung angewiesen ist. Es darf aber durchaus auch eigene Erfahrungen sammeln und somit stetig Eigenverantwortung und Selbstständigkeit entwickeln.

Sollte Ihr Kind Substanzen zu sich genommen haben, bei denen Sie nicht sicher sind, welche Auswirkungen sie haben könnten, rufen Sie das Berliner Giftnotrufzentrum unter 030-19240 oder die Gift-Informationszentrale NRW unter 0228-19240 an (www.giftnotruf.de). Hier wird Ihnen weitergeholfen. Weitere Informationen zum Thema Vergiftungen finden Sie im Kapitel “Notfälle und Unfälle”.

Tags: Sicherheit, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Familienalltag

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