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Komplikationen 25.11.2010

Schwangere Frau im Bett

­Ganz gleich, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sind: Blutungen sollten Sie ernst nehmen und sich umgehend von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme untersuchen lassen.

Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft treten bei rund einem Viertel aller Schwangeren auf. Für die Hälfte dieser Fälle sind harmlose Gründe wie beispielsweise die Einnis­tungsblutung der Eizelle (Nidationsblutung), die Verletzung von feinen Gefäßen am Muttermund beim Geschlechtsverkehr oder eine Entzündung verantwortlich.

Häufig ist dies auch ein Zeichen der Überanstrengung. Daneben können Blutungen aber auch Signale einer ernst­haften Störung sein. Hierzu zählen eine drohende Fehlgeburt (Abort) oder eine Eileiterschwangerschaft. Blutungen während der Frühschwangerschaft müssen daher stets durch Ihren Frauen­arzt abgeklärt werden.

Blutungen während der Spät­schwangerschaft, also ab der zwanzigsten Schwanger­schaftswoche, können die Stärke einer Menstruationsblutung erreichen. Hierbei muss in erster Linie an eine Komplikation im Zusammenhang mit der Plazenta gedacht werden.

Dabei kann es sich um die vorzeitige Ablösung der Plazenta von der Gebärmutterwand oder um eine tief sitzende beziehungsweise über dem Muttermund liegende Plazenta handeln. Eine solche Blutung kann sowohl für Sie als auch für Ihr Kind bedrohlich sein. Sie sollten daher unbedingt Ihren Gynäkologen konsultieren.

Davon abzugrenzen ist das “Zeichnen” (Abgang von blutdurchsetztem Schleim) im Zusammenhang mit der einsetzenden Wehentätigkeit um den Geburtstermin.

Wenn Sie sich aus irgendeinem Grund unwohl fühlen, dann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig untersuchen.

Tags: Muttermund, Wehen, Plazenta, Geburtstermin, Blutungen, Fehlgeburt, Geschlechtsverkehr, Eileiterschwangerschaft, Nidationsblutung, Abort, Komplikationen

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