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Komplikationen 20.02.2012

Mutter mit Ultraschallbild

­Während der Schwangerschaft sollte Ihr Arzt auf Veränderungen am Gebärmutterhals achten, um bei einer möglichen Zervixinsuffizienz rechtzeitig Maßnahmen zur Verhinderung einer Fehl- oder Frühgeburt ergreifen zu können.

Hinter dem Wortgetüm der Zervixinsuffizienz verbirgt sich eine Veränderung am Gebärmutterhals einer Schwangeren. Diese Veränderung wird in der Beschaffenheit des Gebärmutterhalses deutlich, der entweder zu kurz oder zu weich oder beides gleichzeitig ist. Rund um den errechneten Geburtstermin darf dieser weich werden, nicht aber schon in einem früheren Schwangerschaftsstadium. Geschieht dies trotzdem, spricht man von einer Zervixinsuffizienz (Zervix = Gebärmutterhals, Insuffizienz = Unzulänglichkeit).
Durch den Druck des Babys auf den Gebärmutterhals kann dieser zu kurze und zu weiche Gebärmutterhals zu einer verfrühten Muttermundöffnung führen, die je nach Schwangerschaftswoche eine späte Fehlgeburt oder eine Frühgeburt zur Folge haben kann.
Eine Zervixinsuffizienz kann von Ihrem Arzt per Ultraschall festgestellt werden, indem er die Länge des Gebärmutterhalses misst. Diese Untersuchung gehört allerdings nicht zu den Routinekontrollen und wird meist nur bei “vorbelasteten” Frauen durchgeführt, die in der Vergangenheit bereits eine Fehlgeburt oder eine Frühgeburt erlebt haben.
Stellt Ihr Arzt eine Zervixinsuffizienz fest, so wird er Sie über die Möglichkeiten einer Cerclage informieren, die eine Fehlgeburt oder eine Frühgeburt verhindern soll.
Da sich bei einer Zervixinsuffizienz der Gebärmutterhals/Muttermund auch nahezu ohne Wehentätigkeit öffnen kann, ist es für Ärzte schwierig, bei nicht vorbelasteten Frauen eine Zervixinsuffizienz rechtzeitig zu erkennen. Wird sie trotzdem entdeckt, bevor sich der Muttermund ganz geöffnet hat, kann auch in diesem Fall eine Notfall-Cerclage als Therapie eingesetzt werden.

Tags: Muttermund, Fehlgeburt, Frühgeburt, Schwangerschaft, Gebärmutterhals (Zervix), Cerclage, Komplikationen

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