Schwanger mit Übelkeit und Frühwehen
Saskia (29) und Samuel (30) hatten ein Jahr auf diese schöne Nachricht gewartet: Saskia war endlich schwanger! Doch die neun Monate, die folgten, waren sehr turbulent. Zunächst mit schlimmer Übelkeit und dann mit Frühwehen. Ganz anders als erwartet also. Aber es hatte sich gelohnt. Saskia brachte eine gesunde Tochter zur Welt.
“Ich liebe Kinder, hab auch beruflich mit ihnen zu tun und als ich selbst schwanger wurde, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Viele meiner Freundinnen hatten unkomplizierte Schwangerschaften hinter sich, ich freute mich sehr auf die nächsten acht Monate bis zur Geburt. Aber mein Glück wurde schon zu Beginn der Schwangerschaft auf die Probe gestellt.Ab der sechsten Woche konnte ich so gut wie kein Essen mehr bei mir behalten, mein Kreislauf war dahin und ich verbrachte die Tage zwischen Bett und Bad und konnte an nichts mehr denken als an meine Übelkeit. Ich wurde immer schwächer und musste schließlich in der Klinik stationär aufgenommen werden. Ich kam an den Tropf und endlich konnte ich mich wieder fühlen wie ein Mensch. Meine Laune wurde besser. Die Vorfreude auf mein Baby wuchs wieder, aber auch die Angst, ohne Tropf wieder unter Übelkeit zu leiden. Und prompt - ich war nach einer Woche Krankenhaus wieder zu Hause – begann mein Leiden von Neuem.
Es gab zwar immer mal wieder gute Momente, aber die meiste Zeit war mir schlecht und ich konnte am Leben so gut wie nicht mehr teilnehmen. Mit den Monaten wurden dann die guten Zeiten gott sei Dank länger und ab dem sechsten Monat ging es mir gut. Ich war richtig euphorisch, freute mich so sehr auf mein kleines Mädchen, ich spürte, wie sie mich trat, der Bauch wuchs, obwohl ich am Anfang der Schwangerschaft stark abgenommen hatte. Aber die Zeit der Euphorie hielt nur so lange, bis ich im siebten Monat frühzeitige Wehen bekam.
Der Muttermund hatte sich leicht geöffnet, ich musste wieder in die Klinik. Das war so gemein, dass das alles so gekommen war, denn ich hatte mir vorher eine so wunderbare Zeit vorgestellt, eine Wonne.Schwangerschaft, die ich genießen konnte. Es ja auch so toll, die Kleine so stark zu spüren, irgendwie auch schon ihre kleine Persönlichkeit kennen zu lernen, aber leider wurde alles von so großer Angst begleitet. Ich konnte die Klkinik nach einigen Tagen wieder verlassen, hatte aber strikte Anweisung, mich nicht zu belasten und die meiste Zeit liegen.
Ich redete viel mit meiner Tochter und bat sie, bitte erst in neun Wochen zum errechneten Termin zu kommen. Und es klappte. In der 39. Schwangerschaftswoche kam unser ganzer Stolz zur Welt. Gesund und munter. Felicitas.”



