Antibiotika
Ihr Kind ist krank und Sie müssen abwägen: abwarten oder Medizin geben. Besonders bei Krankheiten, bei denen Antibiotika sinnvoll wären, ist eine Vertrauensbasis zwischen Ihnen und dem Kinderarzt wichtig. Denn die Gabe von Antibiotika ist ein kontrovers diskutiertes Thema unter Eltern und Kinderärzten.
Antibiotika haben die besondere Eigenschaften, fast ausschließlich gegen Bakterien im Körper zu wirken. Die Wirkstoffe in der Arznei erkennen die Bakterien und können sie auf unterschiedliche Weise unschädlich machen. Aber Vorsicht: Nicht gegen jede Grippe eignen sich Antibiotika. Sie wirken nur im Falle einer bakteriellen Infektion, gegen virale Infektionen können sie nichts ausrichten. Da Antibiotika aber auch den Körper des Kindes schwächen können, sind viele Eltern unsicher, ob sie das Medikament geben sollen. Hier ist es wichtig, im Gespräch mit dem Kinderarzt Vor- und Nachteile ausführlich abzuwägen und auch zu überlegen, ob vielleicht alternative Formen der Medizin wie beispielsweise Homöopathie heilsam sein können. Haben Sie sich gemeinsam für ein Antibiotikum entschieden, kommt es im nächsten Schritt auf die richtige Anwendung an.Die Dauer der Therapie erstreckt sich bei Antibiotika meist über mehrere Tage, da man sicher gehen will, dass auch alle Bakterien abgetötet sind. Wenn nach einer zu kurzen Einnahme des Medikaments noch Bakterien im Körper sind, kann es sein, dass die noch überlebenden robusteren Keime ihre Eigenschaften so verändern, dass das Antibiotikum nicht mehr gegen sie wirksam ist (Resistenz). Daher sollte die Einnahme nicht abgebrochen werden, sobald es dem Kind wieder gut geht, sondern der vorgeschriebene Zeitraum eingehalten werden: Eine kürzere Einnahme schützt das Kind nicht, sondern schadet ihm nur. Das gleiche Phänomen wird beobachtet, wenn die Dosis des Medikamentes zu gering ist. Halten Sie sich an die Angaben des Kinderarztes oder, falls dieser keine ausdrücklichen Anordnungen gegeben hat, auf dem Beipackzettel.
Der Körper des Kindes erholt sich erstaunlich schnell. In der Regel ist ein Infekt schon wenige Tage nach der Einnahme überwunden und Ihr Kind wieder aktiv und subjektiv gesund. Sie sollten jedoch mindestens bis zum Ende der Einnahme auf etwas mehr Ruhe und Fürsorge achten. Der Körper ist zunächst noch nicht ausreichend gestärkt und muss auch noch die Therapie selbst verarbeiten. Bei etwas größeren Kindern kann eine vitaminreiche Kost mit frisch gepressten Säften, viel Obst unterstützend wirken. Viel trinken und viel schlafen sollten aber auch schon die kleineren Kinder.
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