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Erziehung 07.02.2012

Gähnender Bub

­Für Eltern ist es nicht immer einfach, den Nachwuchs in die richtige Richtung zu “lenken”, ihn in seiner Entwicklung zu begleiten. Dabei gibt es eigentlich nur eine wichtige Grundregel für eine vernünftige Erziehung.

Sie stehen im Supermarkt und Ihr Kind möchte unbedingt diesen einen bunten Lolli. Nein, nicht das grüne Bonbondöschen und nicht den Müsliriegel, es MUSS dieser eine Lolli sein. Sie kaufen ihn nicht? Na, dann kann das Getöse ja beginnen. Ihr Kind schreit, windet sich, wirft sich zu Boden. Und was tun Sie? Ignorieren oder eingreifen? Oder vielleicht doch nachgeben und den Lolli kaufen, damit Ruhe ist?

Sobald Ihr Kind auf der Welt ist, beginnt seine Erziehung. Aber was heißt das überhaupt?

Laut Duden bedeutet Erziehung, “jemandes Geist und Charakter zu bilden und seine Entwicklung zu fördern”. Darin sind sich wohl auch alle Eltern einig. Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder glücklich werden und auch mit anderen gut auskommen. Doch wie das gelingen kann, darüber gibt es oft große Ratlosigkeit. Das ist nicht verwunderlich, denn so viele Mütter und Väter es gibt, so viele Ansichten zur “richtigen Erziehung” existieren auch. Darum kann das Thema auch innerhalb der Partnerschaft zu schwierigen Auseinandersetzungen führen.

Grundsätzlich gilt: Positives Motivieren von Kindern ist besser als jedes Verbot. Und die beste Motivation sind Sie selbst! Je selbstverständlicher Sie sich nach dem Essen die Zähne putzen, desto selbstverständlicher wird das auch für Ihre Kinder. Und ob Sie das nun gutheißen oder nicht: Haben Sie sich nicht auch viel Alltägliches von den eigenen Eltern abgeschaut?

Und der Wutanfall im Supermarkt? Vor allem sollten Sie mit Ihrem Kind üben, auf welche Weise Sie miteinander kommunizieren wollen. Wutanfälle gehören sicherlich auch dazu – dass einem mal der Geduldsfaden reißt, das kann Ihnen ebenso passieren wie Ihrem Kind. Aber dies sollte nicht der übliche Weg sein, auf man seine Ziele verfolgt. Auch darin können Sie Ihrem Kind ein gutes Vorbild sein.
Wichtig ist auch, dass Ihr Kind spüren kann, dass Sie seine Bedürfnisse grundsätzlich ernst nehmen, auch wenn Sie nicht jeden Wunsch erfüllen. Dann wird es akzeptieren, wenn Sie ihm an der Kasse sagen, dass Schreien nicht der Weg ist. Schließlich sind solche Wutanfälle ja nicht nur für die Eltern anstrengend, sondern auch für die Kinder!

Eine verlässliche, verbindliche und authentische Reaktion der Eltern ist also sehr wichtig. Ist diese gegeben, dann klappt die Erziehung meist ganz von allein. Solange Sie sich selbst treu bleiben und konsequent handeln, dabei fair und liebevoll agieren, können Sie gar nicht so viel falsch machen.

Tags: Erziehung, Wutanfälle, Eltern, Kleinkind, Erziehung

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