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Tabuthema | Elternbelastung 24.02.2012

Schreiender Säugling auf Bauch liegend

­Wut auf das eigene Kind zu haben ist ein absolutes Tabuthema. Eltern verschweigen meist, dass das vorkommt. Darüber wird mit niemandem gesprochen. Auch die Eltern untereinander vermeiden ein Gespräch darüber.

Wut, die durch Überforderung und Verunsicherung ausgelöst wird, trägt die Botschaft in sich: “Nun strenge ich mich doch so an, mit meinem Baby alles richtig zu machen. Warum schaffe ich es denn nicht, mein Kind zu beruhigen oder zum Schlafen zu bringen? Ich habe völlig versagt.” Gespräche über diese Gefühle und gegenseitiges Verständnis helfen, zur eigenen Wut eine neue Einstellung zu bekommen und versöhnlicher mit ihr umzugehen.

Häufig entsteht Wut auch dann, wenn Mütter viel mit ihrem Baby allein sind und sich dann zunehmend isoliert fühlen. Es ist wichtig, sich in solchen Situationen Kontakte zu suchen, zu anderen Müttern oder Mutter-Kind-Gruppen, zu Freundinnen oder anderen vertrauten Personen.

Schlafberatung
In einigen Familien ist es nicht möglich, Durch- und Einschlafprobleme allein zu bewältigen. Beratung zu suchen hat nichts mit Versagen zu tun. Im Gegenteil. Menschen, die Rat suchen, haben den Willen, etwas zu verändern und zu verbessern zum Wohle der ganzen Familie. Scheuen Sie sich also nicht, früh genug Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt viele Beratungsstellen mit Schlafberatern, die Ihnen gerne helfend zur Seite stehen. Gehen Sie lieber in einem frühen Stadium als zu spät – also bevor Ihre Wut nicht mehr zu bändigen ist.

Tags: Emotionen, Erschöpfung, Schlafen, Wut, Nachtruhe, Tabuthema, Elternbelastung

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