Sie benötigen für diese Anzeige den aktuellen Flash Player. Laden Sie jetzt den aktuellen Flash Player herunter.
Krankheiten | Ernährung des Babys 22.02.2012

Mutter und Kind beim Füttern

­Die Krankheit kommt nicht oft vor, aber wenn sie dann doch einmal auftritt, hat das für den Betroffenen starke Einschränkungen zur Folge. Das heißt aber nicht, dass auf alles Leckere verzichtet werden muss.

Unter Zoeliakie versteht man eine angeborene Erkrankung, die durch eine Unverträglichkeit des Dünndarms auf Gluten, ein Getreide-Eiweiß in Weizen (meist Zwieback oder Grieß), Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Dinkel ausgelöst wird.

Nur Reis, Mais, Hirse und Buchweizen enthalten kein Gluten. Die größte Auswahl finden Sie im Reformhaus. Die Krankheit äußert sich mit Durchfall, Erbrechen, Völlegefühl, Gewichtsverlust, Blutarmut, Vitamin- und Eiweißmangel. Unbehandelt führt sie zu Wachstums- und Entwick­lungsstörungen. Sie tritt erst nach Ein­führung glutenhaltiger Lebensmittel im Verlauf des ersten Lebensjahres auf.

Die Ernährungsempfehlungen für Säuglinge weisen darauf hin, glutenhaltige Nahrungsmittel frühestens nach dem vierten Lebensmonat einzuführen. Ursache der Zoeliakie ist eine genetische Veranlagung, die – wie vermutet wird – über einen Enzymdefekt im Darm zu einer veränderten Spaltung des Glutens und damit zur immunologischen Reaktion und zur Schädigung der Darmschleimhaut führt.

Die Behandlung von Zoeliakie ist rein diätetisch. Alle Lebensmittel und Speisen, die Gluten enthalten (Getreideprodukte, Brot, Kuchen, Teigwaren, Mehl etc.), müssen ge­mieden werden. Unter streng glutenfreier Ernährung normalisiert sich die Dünndarmschleimhaut und die Symptome verschwinden.

Das Risiko für das Auftreten kann durch langes Stillen gesenkt werden. Außerdem wurde festgestellt, dass das Risiko geringer ist, wenn nach und nach alle Getreidesorten zwischen dem 4. und 6. Monat eingeführt werden und parallel weiter gestillt wird. Ist Ihr Kind erkrankt, muss es in den ersten Jahren Gluten strikt meiden. Beim Brei ist das relativ einfach; bei Brot wird es schwierig. Gängige Brotsorten sind immer glutenhaltig. Achten Sie auf den Hinweis “glutenfrei”.

Nach neuen Erkenntnissen senkt es das Zoeliakie-Risiko, während der Stillphase zwischen dem vierten und sechsten Monat sehr kleine Mengen glutenhaltige Beikost zu füttern – am besten mit dem ersten Mittagsbrei. Gluten ist in Hafer, Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel enthalten. Vorher….. kein Soja, Fisch, Ei, Weizen, Milch und Nüsse füttern. Außerdem gilt: Einseitigkeit ist out. Neue Lebensmittel ruhig in geringen Mengen probieren. Besondere Hinweise hierzu finden Sie auch unter Allergien.

Tags: Ernährung, Erbrechen, Durchfall, Eiweiß, Zoeliakie, Blutarmut, Gluten, Krankheiten, Ernährung des Babys

Ihre Bewertung:
1
2
3
4
5
0

Mehr zum Thema

Schreiendes Baby
Krankheiten

Mein Kind erbricht

Eltern reagieren oft nervös, wenn ihr Kind erbricht, weil Sie selbst wissen, wie unangenehm das sein kann. Dabei stecken die Kleinen das meist viel besser weg als die Großen. Trotzdem sollten Sie einige Dinge beachten.

hierweiterlesen