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Krankheiten 11.02.2011

Baby mit gelber Windel

­Eine Infektion der kindlichen Harnwege ist so tückisch, weil sie nicht sichtbar verläuft und die richtige Deutung der Krankheitssymptome voraussetzt. Bis zur endgültigen Diagnose bleibt also die Ungewissheit - für Eltern nicht leicht auszuhalten.

Wenn Bakterien die Harnwege besiedeln, kommt es zu einer Harnwegsinfektion. Diese kann sich in der Harnröhre, der Blase, in den Harnleitern oder im Nierenbecken abspielen.

Ein Harn­wegsinfekt kann ohne Be­schwerden ablaufen, ruft aber oft typische Krank­heitszeichen hervor, die von der Lokalisation des Infekts abhängig sind. So kommt es zum Brennen beim Wasserlassen, zu verstärktem Harndrang bis zu Einnässen und gelegentlich Bauchweh bei einer Blasenentzündung.

Eine Nierenbeckenentzündung führt zu Fieber, Bauchweh und schlechtem Allgemeinzustand verbunden mit Erbrechen. Zur Diagnose tragen Urin­untersuchung, Blutuntersuchungen sowie Ultraschall der Nieren und Blase bei.

Fehlbildungen im Bereich der Harnwege oder funktionelle Störungen (Reflux) begünstigen Harnwegsinfektionen. Mädchen sind wegen der kürzeren Harnröhre und der Nähe der Harnröhre zur Scheide und zum Darmausgang häufiger betroffen. Ein Harnwegsinfekt wird mit Antibiotika behandelt. Es gilt, wiederholte Infekte zu vermeiden, damit das Nierengewebe nicht vernarbt. Dazu ist eventuell eine prophylaktische Behandlung nötig.

Tags: Fehlbildungen, Fieber, Nieren, Erbrechen, Harnwegsinfektion, Bauchweh, Antibiotika, Blutuntersuchungen, Krankheiten

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