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Babys Ernährung 07.04.2010

Wassergeburt

­Viele Frauen träumen schon vor der Geburt von dem Moment, in dem Sie zum ersten Mal Ihr Baby an die Brust legen können. Es ist ein inniger und intensiver Moment, den Sie wahrscheinlich nie mehr vergessen werden.

Wenn Sie sich für die Ernährung Ihres Kindes mit Muttermilch ent­schieden haben, wird Ihr Baby schon innerhalb der ersten zwei Stunden nach der Geburt das erste Mal an der Brust Saug­versuche machen und erhält da­­bei seine erste Mahlzeit, ein Paar Tropfen Kolos­trum.

Dieses Kolostrum (auch Vor­milch genannt) ist wie eine “na­türliche Impfung” für Ihr Kind, da es viele Abwehrstoffe enthält. Durch das Saugen Ihres Babys fließt nicht nur die Milch, sondern es wird auch Ihre Gebärmutter zusammengezogen. Damit be­schleunigt sich deren Rückbildung. Vor allem beim zweiten Kind wird das Zusammenziehen der Gebärmutter von vielen Müttern als Bauchschmerzen wahrgenommen, die auch als Nachwehen bekannt sind.

Bereits in der Schwangerschaft hat sich Ihre Brust unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone auf die Stillzeit vorbereitet. Durch das erste Saugen des Kindes an der Brust wird diese zur Milchbildung angeregt. In den folgenden drei bis fünf Tagen sollte Ihr Kind so oft es danach verlangt, in der Regel etwa alle zwei bis vier Stunden gestillt werden, um die Milchbildung optimal anzuregen. Dadurch bekommt Ihr Baby einige Schlucke von Ihrem wertvollen Kolostrum, Ihre Brust gewöhnt sich an die neue Aufgabe und Sie und Ihr Kind können zu Fachleuten im Stillen werden.

Häu­figes Stillen – Neu­geborene wollen auch in der Nacht ge­stillt werden – verkürzt die Zeit bis zum Milcheinschuss.

Entscheidend ist, dass in den ersten drei Tagen die Vormilch gut abgetrunken wird. Der Milcheinschuss kündigt sich um den dritten bis fünften Tag nach der Geburt an. Einige Frauen be­merken ein Anschwellen und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Brüste. Haben Sie Beschwerden, so kön­nen wärmende Wickel vor dem Stillen, die den Milchfluss fördern, und kühlende Kompressen danach Linderung verschaffen.

Viele Frauen massieren nur ihre Brust, andere hingegen brauchen gar keine Vorbereitungen und die Milch fließt dennoch “in Strömen”. Lassen Sie sich von den Pflegenden während des Wochenbetts oder von Ihrer Hebamme beraten.

Beim Milcheinschuss verändert sich neben der Milchmenge auch die Zusammensetzung Ihrer Milch. Nach zehn bis vierzehn Tagen spricht man von der reifen Muttermilch. Im Laufe der Stillzeit passt sich die Zusammen­setzung der Milch immer optimal den Bedürfnissen Ihres Kindes an.

Aber auch in der Menge wird sich die Milchproduktion genau auf die Bedürfnisse Ihres Kindes einstellen. Da der Rhythmus, in dem es wieder Hunger bekommt, bei jedem Kind anders sein kann, ist es möglich, dass sich ein Baby vor Ablauf der zwei Stunden wieder für eine Mahlzeit meldet.

Dies kann gerade in der ersten Zeit (z. B. beim Milcheinschuss) und in Phasen besonder­er Wachstumsschübe beim Kind absolut normal sein. Ihre Brust wird dadurch sehr gut entleert und erhält zusätzlich den Impuls, mehr zu produzieren.

“Ich hätte nie gedacht, dass meine Brüste so hart werden könnten und dass das Stillen auch körperlich richtig anstrengend sein kann.”
Paula (26)

Tags: Hormone Schwanger, Ernährung, Muttermilch, Gebärmutter, Rückbildung, Stillen, Wochenbett, Stillstart, Milcheinschuss, Brustmassage, Kolostrum, Nachwehen, Abwehrstoffe, Babys Ernährung

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