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Notfälle 21.02.2012

Baby schwimmt mit seiner Mutter

­Wasser ist gefährlich für Kinder, denn Ertrinken ist ein leiser und schneller Vorgang. Nach be­reits zwei Minuten setzt das Bewusstsein aus: Geraten Mund und Nase ins Wasser, ist ein “Totstell­reflex” die Folge.

Kinder, die ins Wasser fallen, erschrecken und be­wegen sich nicht mehr. Bereits eine Wassertiefe von zehn Zentimeter kann in ge­­wissen Situationen tödlich sein. Kinder, die bei einem “Beinahe-Ertrinkungsunfall” gerade noch gerettet wurden, zeigen in vielen Fällen nach längerer Zeit Behinderun­gen. Die Mehrzahl der Ertrinkungsunfälle bei Kleinkindern ereignet sich im häuslichen Umfeld, beispielsweise im Gartenteich, im Pool oder im nahe gelegenen Bach.

Symptome für Beinahe-Ertrinkungsunfälle

  • Husten mit schaumigem und blutigem Auswurf.
  • Blässe, Blaufärbung von Gesicht und Lippen.
  • Bewusstlosigkeit und Atemstillstand.

Erste Maßnahmen

Wenn das Kind noch bei Bewusstsein ist und atmet, ziehen Sie ihm die nasse Kleidung aus und packen Sie es in warme Decken (langsam aufwärmen). Auch wenn sich das Kind anscheinend gut erholt hat, sollten Sie trotzdem einen Arzt aufsuchen. Durch Wasser in der Lunge kann es auch später zu Komplikationen kommen.

Ist das Kind bewusstlos und atmet es nicht mehr, dann beginnen Sie sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen: Mund reinigen, Atemspende, bei fehlendem Puls der Halsschlagader führen Sie oder Ihre Helfer wechselweise auch die Herzmassage (CPR) durch. Eine Wiederbelebungsmaßnahme ist umso erfolgreicher, je früher sie einsetzt, und kann auch nach längerer Zeit noch erfolgreich sein.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es öffentliche und private Träger, die Erstehilfekurse speziell für den Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern anbieten. So vorbereitet, können Sie in einem eventuellen Ernstfall sicherer reagieren. Besser aber ist es, wenn es erst gar nicht so weit kommt: Lassen Sie Ihr Kleinkind nicht unbeaufsichtigt an Wasserstellen und selbst Pfützen spielen.

Tags: Unfälle, Bewusstlosigkeit, Ertrinkungsunfälle, Wiederbelebungsmaßnahmen, Notfälle

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